Für Unternehmen, die ihren Strom- und Erdgasbedarf für das Jahr 2023 eindecken müssen, steht in vielen Fällen eine Preiserhöhung von nahezu 700 % für Strom und über 400 % für Gas an. Viele Unternehmen stehen dadurch mit dem Rücken zur Wand, so Bresser. Die eingesetze Expertenkommission habe zwar bei Gas einen Preisdeckel für 70 % des Erdgasbedarfs von 7 Cent/kWh für industrielle Großverbraucher vom 1.1.2023 bis 30.4.2024 empfohlen, aber für die vielen mittelständischen Unternehmen, wie z.B. Bäckereien, soll der Gaspreisdeckel erst ab März 2023 mit 12 Cent/kWh für 80 % des Gasverbrauchs gelten. Das komme für die Unternehmen viel zu spät, betont Gisbert Bresser, außerdem sei die unterschiedliche Behandlung zwischen industriellen Großverbrauchern und mittelständischen Unternehmen nicht nachvollziehbar. Ebenso wichtig sei aber auch, dass für Strom ein vergleichbarer Preisdeckel zum 1. Januar 2023 eingeführt werde. Viele Unternehmen im Kreis Borken stehen mit ihren Produkten im internationalen Wettbewerb zu Unternehmen in Ländern mit erheblich niedrigeren Strom- und Gaspreisen.
Die Betriebe haben keine Zeit mehr. Es muss schnellstens durch Bundesregierung und Bundestag ein Strom- und Gaspreisdeckel zur Entlastung der Unternehmen verordnet werden. So nimmt die Pleitewelle in Deutschland Fahrt auf: 762 Unternehmen -rund ein Drittel mehr als im Vorjahresmonat- haben im September Insolvenz angemeldet.
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